
DESMA unterstreicht mit seinem gerade ausgelieferten, ersten 32-Düsen FlowControl Kaltkanal seine Kompetenz im Formenbau. Durch die nun mögliche Materialeinsparung in der Artikelproduktion dürfte sich die Investition in das System für den Auftraggeber bereits nach kurzer Zeit bezahlt gemacht haben.
Materialeinsparung und die damit einhergehende Produktionskostensenkung sind weiterhin das bestimmende Thema in der Gummibranche. Mit dem jetzt ausgelieferten 32-Düsen FlowControl Kaltkanalsystem mit dazugehöriger Form aus dem DESMA-Formenbau wird eine angusslose und nacharbeitsfreie Artikelproduktion realisiert. Angüsse, die nicht vorhanden sind, müssen auch nicht entformt, bzw. separiert werden. Dadurch lässt sich neben der Materialeinsparung auch deutlich Zykluszeit reduzieren. Zudem konnte in diesem Falle auch die komplette Angussverteilerebene in der Form entfallen, was weitere Kosteneinsparungen ergab.
Je nach Materialkosten und Artikel sollte die Amortisationszeit des Kaltkanalsystems zwischen ein bis zwei Jahren liegen.
Durch die patentierte FlowControl Düsentechnik ist eine exakte und wiederholgenaue Volumeneinstellung für jede Düse über die Steuerung der Spritzgießmaschine möglich.
Diese Einstellbarkeit ist Grundvoraussetzung für eine nacharbeitsfreie Artikelproduktion. Die FlowControl Düsentechnik zeichnet sich zudem durch geringe Druckverluste aus, da keine Verschlussnadel im Fließkanal zur Ringspaltbildung führt.
Durch diesen Düsenaufbau wird auch eine einfache Reinigung bei Materialwechsel oder Prozessstörungen möglich. Da jede Düse mit einem separat ansteuerbaren Hydraulikzylinder ausgestattet ist, können einzelne Düsen bei längeren Produktionsunterbrechungen gezielt frei gespritzt werden. Dies wird einfach über die Maschinensteuerung realisiert.
Das vorstehende Schemabild verdeutlicht die Vorteile anschaulich. Während herkömmliche Nadelverschlussdüsenkaltkanäle eine Ringspaltbildung im Verteilerkanal erzwingen, ist beim FlowControl-Düsensystem ein nahezu widerstandfreier Materialfluss bis fast zur Düsenspitze möglich. Dadurch wird der Druckverlust entscheidend verringert und der Materialwechsel ohne Zerlegen ermöglicht. Im Regelfall ist bei einem FlowControl Kaltkanalsystem der Materialwechsel durch ausvulkanisieren und anschließendes Freispritzen möglich.
Ein weiterer großer Vorteil ist durch die optimale Wärmeabfuhr gegeben. Während bei einem normalen Nadelverschlusskaltkanal die gesamte aufgenommene Wärme durch die in der Form anliegende Nadel in den Materialkanal abgeleitet wird, ist durch die FlowControl Düsentechnik die sofortige Ableitung in den Düsenstockbereich gewährleistet. Dadurch können auch längere Produktionsunterbrechungen, bis zu 30 min, ohne Einvulkanisation in die Düse abgefangen werden. Sollte es bei noch längeren Unterbrechungen tatsächlich zu leichten Anvulkanisierungen kommen, lassen sich diese durch selektives Abspritzen der Einzeldüsen (über Maschinensteuerung) einfach beheben.
Über 140 gelieferte FlowControl Kaltkanalsysteme weltweit unterstreichen die genannten Vorteile.
Das DESMA-Technikum, in dem mehrere FlowControl Kaltkanalsysteme für Kundenversuche und Materialtests installiert sind, steht für Fachbesucher offen.
Weitere Informationen auf unserer Website: zur Funktionsweise sowie Animationen
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